RatgeberNeukundengewinnung

Customer Acquisition Cost im B2B berechnen (mit Beispiel)

Customer Acquisition Cost im B2B: Formel, Beispielrechnung für 50 Mitarbeiter, CAC je Kanal, Verhältnis zum Kundenwert und was ein Erstgespräch kosten darf.

Teil der Reihe: Neukundengewinnung B2B: acht Wege, Kosten und 90-Tage-Plan

Rechenweg der Customer Acquisition Cost im B2B: Vertriebs- und Marketingkosten geteilt durch gewonnene Neukunden

Die Customer Acquisition Cost (CAC, auf Deutsch Kundenakquisitionskosten) ist der Betrag, den du im Schnitt ausgibst, um einen neuen Kunden zu gewinnen. Du berechnest sie, indem du alle Vertriebs- und Marketingkosten eines Zeitraums durch die Zahl der Neukunden teilst, die du in diesem Zeitraum gewonnen hast. Gibst du in einem Jahr 90.000 € für die Neukundengewinnung aus und gewinnst zwölf Kunden, liegt dein CAC bei 7.500 €.

Für Mittelständler zählt diese Zahl gerade jetzt. In der DIHK-Konjunkturumfrage vom Frühsommer 2026 rechnen 33 % der Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten mit schlechteren Geschäften, nur 13 % mit besseren; befragt wurden mehr als 23.000 Unternehmen (DIHK, Stand: Mai 2026). Wer in diesem Umfeld neue Kunden braucht, kann sich keine Akquise leisten, deren Kosten niemand kennt. Der CAC zeigt dir, was ein Kunde dich kostet, welcher Weg sich lohnt und wo Geld versickert. Welche Wege es überhaupt gibt und wie sie sich in Zeit, Kosten und Planbarkeit unterscheiden, steht im Überblick zur Neukundengewinnung im B2B.

Was die Customer Acquisition Cost ist und wie du sie berechnest

Die Formel ist kurz:

CAC = (Vertriebskosten + Marketingkosten im Zeitraum) ÷ gewonnene Neukunden im Zeitraum

HubSpot definiert die Kennzahl genauso, als Kosten des Vertriebs plus Kosten des Marketings, geteilt durch die Zahl der neuen Kunden, und zählt ausdrücklich auch versteckte Posten wie Software, Inhalte, Agenturen, Schulung und Gemeinkosten dazu (HubSpot, Stand: Oktober 2025).

Schwierig wird es erst bei der Abgrenzung. In den Zähler gehören alle Kosten, die der Gewinnung neuer Kunden dienen: Gehälter von Vertrieb und Marketing samt Arbeitgeberanteilen und Provisionen, anteilig auch die Zeit der Geschäftsführung in Erstgesprächen und Angeboten, Messen mit Reise und Personaltagen, Anzeigen, Website und Inhalte, Werkzeuge wie CRM, Firmendaten und Versand, Agenturen und Freelancer. Nicht hinein gehören Bestandskundenbetreuung, Lieferung und Produktkosten.

Im Nenner steht nur, wer im Zeitraum zum ersten Mal einen Auftrag unterschrieben hat. Leads, Termine und Angebote zählen nicht, Folgeaufträge von Bestandskunden auch nicht. Als Zeitraum eignet sich ein Quartal oder ein Jahr. Bei Verkaufszyklen von mehreren Monaten rechnest du besser gleitend über zwölf Monate, sonst stehen die Kosten eines Quartals den Kunden eines anderen gegenüber.

Beispielrechnung für ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitern

Ein typisches Beispiel mit frei gewählten Werten: ein Zulieferer im Maschinenbau mit 50 Mitarbeitern, durchschnittlicher Auftragswert 25.000 €, ein Vertriebsmitarbeiter im Außendienst, der die Hälfte seiner Zeit in Neukunden steckt, dazu eine Messe im Jahr. Alle Zahlen in der Tabelle sind Annahmen, keine Messwerte. Als Anker für das Gehalt: Stepstone nennt für Außendienstmitarbeiter im Schnitt 48.800 € brutto im Jahr, Spanne 41.600 € bis 59.000 € (Stepstone, Stand: Oktober 2026).

Position im Jahr Annahme Kosten
Vertriebsmitarbeiter Außendienst, 50 % der Zeit für Neukunden 55.000 € Gehalt plus Arbeitgeberanteile, Auto und Werkzeuge, zusammen 70.000 € Vollkosten 35.000 €
Geschäftsführung in Erstgesprächen und Angeboten 10 % von 120.000 € Vollkosten 12.000 €
Messe mit Stand, Reise und Personaltagen eine Messe im Jahr 25.000 €
Website, Inhalte, Anzeigen laufend 12.000 €
Werkzeuge (CRM, Firmendaten, Versand) laufend 6.000 €
Vertriebs- und Marketingkosten für Neukunden 90.000 €
Gewonnene Neukunden im Jahr erstmals zahlende Kunden 12
CAC 90.000 € ÷ 12 7.500 €

Die 7.500 € je Neukunde sagen für sich noch nichts. Bei 25.000 € Auftragswert und zwei Aufträgen je Kunde steht ihnen ein Umsatz von 50.000 € gegenüber; ob das reicht, klärt der Abschnitt zum Kundenwert. Auffällig ist etwas anderes: Mehr als die Hälfte der Kosten ist Personalzeit. Wer nur Anzeigen und Messestand zusammenrechnet, kommt auf 37.000 € und einen CAC von gut 3.000 € und unterschätzt die echten Kosten damit um mehr als die Hälfte. Was ein Vertriebsmitarbeiter mit allen Nebenkosten wirklich kostet, rechnet der Artikel zu den Kosten eines Vertriebsmitarbeiters vor.

Wie sich der CAC je Kanal unterscheidet

Ein Gesamt-CAC verdeckt, dass die Wege zum Kunden völlig verschieden kosten. Rechne deshalb zusätzlich je Kanal: Kosten des Kanals geteilt durch die Kunden, deren Erstkontakt über ihn entstand. Veröffentlichte Branchenwerte je Kanal helfen dir dabei wenig, weil jede Quelle „Lead“ anders definiert und Kosten anders abgrenzt; dieser Artikel nennt deshalb keine. Die Tabelle ordnet die Kanäle qualitativ ein, so wie sie sich bei Firmen mit 20 bis 250 Mitarbeitern und erklärungsbedürftiger Leistung typischerweise verhalten.

Kanal Kosten vor dem ersten Gespräch Zeit bis zum ersten Gespräch Planbarkeit Was den CAC nach oben treibt
Empfehlung und Bestandskunden niedrig kurz, aber nicht steuerbar gering das Volumen hängt vom Zufall ab
Messe hoch (Stand, Reise, Personaltage) Wochen bis Monate mittel, ein- bis zweimal im Jahr Kontakte werden nach der Messe nicht nachgefasst
Suchmaschinen und Inhalte hoch am Anfang, später sinkend Monate mittel kleines Suchvolumen bei Nischenleistungen
Anzeigen (Google, LinkedIn) mittel bis hoch je Klick Tage bis Wochen mittel viele unpassende Anfragen, steigende Klickpreise
Telefon mit eigenem Team Personalzeit Tage hoch Erreichbarkeit der Entscheider, Vorzimmer
Akquise-E-Mail und LinkedIn mit Anlass Recherche, Texte, Sende-Infrastruktur zwei bis vier Wochen hoch bei sauberer Recherche Masse ohne Anlass erzeugt Abwehr
Externes System mit Garantie fester Preis ab Woche 3 beim Neukunden-System 90 hoch, wenn „qualifiziert“ schriftlich definiert ist unklare Zählweise der Gespräche

Die Frage „Was kostet ein Lead im B2B?“ lässt sich ohne Definition nicht beantworten. Eine heruntergeladene Checkliste, eine Visitenkarte von der Messe und ein wahrgenommenes Erstgespräch mit einem Entscheider sind drei verschiedene Dinge, auch wenn alle drei „Lead“ heißen. Rechne Kosten pro Lead deshalb nur für klar definierte Stufen: Kontakt, Antwort, qualifiziertes Erstgespräch, Angebot, Auftrag. Wie du die Stufen sauber trennst, zeigt der Artikel zur Lead-Qualifizierung mit BANT, MQL und SQL. Vergleichst du Anbieter, frag nach dem Preis je qualifiziertem Erstgespräch statt je Lead; die Abrechnungsmodelle erklärt der Artikel zu den Kosten einer Agentur für Leadgenerierung.

Kostenlose Vorlage

Vollkosten-Rechner: Vertriebsmitarbeiter oder externes System

Du trägst Gehalt, Arbeitgeberanteile, Werkzeuge, Suche und Einarbeitung ein, die Tabelle rechnet Vollkosten im ersten Jahr, Kosten je Erstgespräch und den Vergleich mit einem externen System. Excel-Datei mit Formeln und Voreinstellungen aus dem Artikel.

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Wann sich ein Neukunde rechnet (CAC und Kundenwert)

Der CAC allein ist keine Note. Entscheidend ist sein Verhältnis zum Kundenwert, dem Customer Lifetime Value (LTV): dem Deckungsbeitrag, den ein Kunde über die gesamte Geschäftsbeziehung bringt. Vereinfacht rechnest du Auftragswert × Aufträge je Kunde × Deckungsbeitragsquote. HubSpot nennt als Ziel ein Verhältnis von Kundenwert zu CAC von 3:1 und empfiehlt, die Kosten für einen Kunden innerhalb eines Jahres wieder einzuspielen (HubSpot, Stand: Oktober 2025). Die Faustregel stammt aus der Software-Welt mit Abo-Umsätzen. Für Projektgeschäft passt sie, wenn du mit Deckungsbeitrag statt mit Umsatz rechnest, sonst sieht jedes Verhältnis besser aus, als es ist.

Zurück zum Beispiel: 25.000 € Auftragswert × 2 Aufträge = 50.000 € Umsatz je Kunde. Bei einer angenommenen Deckungsbeitragsquote von 40 % bleiben 20.000 €. Geteilt durch den CAC von 7.500 € ergibt das 2,7:1, knapp unter der Faustregel. Damit ist das Geschäft nicht verloren, aber ohne Polster. Zwei Hebel liegen nahe: Kosten senken oder mehr Kunden aus denselben Kosten gewinnen. Der dritte wird oft vergessen: Ein höherer Auftragswert oder ein dritter Auftrag je Kunde hebt den Kundenwert, ohne dass du einen Euro mehr für die Akquise ausgibst. Ein sehr hohes Verhältnis ist kein Grund zur Freude. Meist heißt es, dass du dich auf Bestandskunden und Zufall verlässt und zu wenig in neue Kunden investierst.

Wenn du sehen willst, wie deine Zielkunden angesprochen würden: Der Erstgespräch-Check dauert 30 Minuten und ist kostenlos.

Was ein qualifiziertes Erstgespräch kosten darf

Im B2B mit Auftragswerten ab 10.000 € entsteht Umsatz aus Gesprächen mit Entscheidern. Deshalb lohnt es sich, eine Stufe vor dem CAC anzusetzen und zu fragen, was ein qualifiziertes Erstgespräch kosten darf. Der Rechner auf der Startseite arbeitet mit vier Werten: durchschnittlicher Auftragswert, Abschlussquote aus qualifizierten Erstgesprächen, Aufträge je Kunde über die Laufzeit und Zahl der Erstgespräche in 90 Tagen. Daraus ergeben sich die erwarteten Neukunden (Gespräche × Abschlussquote) und der erwartete Umsatz (Neukunden × Auftragswert × Aufträge je Kunde). Außerdem zeigt er den Umsatz je investiertem Euro (Umsatz geteilt durch 16.600 €) und was ein Monat ohne diese Gespräche rechnerisch kostet (Umsatz der 90 Tage geteilt durch drei). Von dort bis zur Obergrenze je Gespräch sind es drei Schritte:

  1. Umsatz je Gespräch = Abschlussquote × Auftragswert × Aufträge je Kunde. Mit den Startwerten des Rechners (25 %, 25.000 €, zwei Aufträge) sind das 12.500 €.
  2. Deckungsbeitrag je Gespräch = Umsatz je Gespräch × Deckungsbeitragsquote. Die Quote zeigt der Rechner nicht, die musst du selbst ansetzen. Bei angenommenen 40 % bleiben 5.000 €.
  3. Obergrenze je Gespräch = Deckungsbeitrag je Gespräch ÷ 3, wenn du die 3:1-Regel einhalten willst. Hier rund 1.670 €.

Zum Vergleich: Der Pilot des Neukunden-Systems 90 kostet 16.600 € netto für zehn garantierte qualifizierte Erstgespräche in 90 Tagen, rechnerisch 1.660 € je garantiertem Gespräch (Angebot, Stand: Oktober 2026). Mit den Startwerten des Rechners ergibt das 2,5 erwartete Neukunden, 125.000 € erwarteten Umsatz und einen CAC von 6.640 € je Neukunde. Das ist ein Rechenbeispiel auf Basis von Annahmen, keine Umsatzzusage: Garantiert sind die Gespräche, den Abschluss machst du. Qualifiziert heißt dabei Entscheider oder Budgetverantwortlicher, passendes Unternehmen, konkreter Anlass und wahrgenommener Termin; wer nicht erscheint, zählt nicht (Garantie).

Setz deine eigenen Werte ein, denn die Obergrenze reagiert stark. Liegt deine Abschlussquote bei 15 % statt 25 %, sinkt sie auf 1.000 € je Gespräch. Liegt dein Auftragswert bei 50.000 €, verdoppelt sie sich auf rund 3.330 €. Und im Beispiel von oben, 90.000 € für zwölf Kunden bei 25 % Abschlussquote, waren 48 Gespräche nötig; jedes hat rechnerisch 1.875 € gekostet. Darin liegt der eigentliche Nutzen der Rechnung: Eigener Mitarbeiter, Messe und externes System werden an derselben Zahl messbar.

Wie du den CAC senkst, ohne an Qualität zu verlieren

Der billigste Weg, den CAC zu drücken, ist der falsche: weniger ausgeben und hoffen. Die wirksamen Hebel sitzen woanders.

Erstens beim Zielkunden. Jede Nachricht an ein unpassendes Unternehmen kostet so viel wie eine an ein passendes, bringt aber keinen Kunden. Ein enges Ideal Customer Profile (ICP) senkt die Zahl der Kontakte je Gespräch, bevor du an irgendetwas anderem drehst.

Zweitens beim Anlass. Entscheider, bei denen gerade etwas passiert, etwa eine neue Vertriebsstelle, ein Geschäftsführerwechsel, Wachstum oder eine Ausschreibung, antworten auf eine Nachricht zu ihrer Situation eher als auf eine Vorlage. Als CMO bei YOPESO und Memberspot habe ich gelernt: Wachstum hängt selten an mehr Kontakten, sondern an dem einen Satz, der einen Entscheider in seiner Situation trifft. Deshalb arbeitet das Neukunden-System 90 mit Signalen statt mit gekauften Listen (Methode).

Drittens beim Gespräch selbst. Ein Briefing vor dem Termin und eine klare Qualifizierung erhöhen die Abschlussquote; derselbe Zähler, mehr Kunden im Nenner. Und Kontakte, die nach der Messe liegen bleiben, sind bezahlte Kosten ohne Nenner. Nachfassen ist der günstigste Hebel von allen.

Typische Fehler bei der Berechnung der Customer Acquisition Cost

  • Nur Werbekosten zählen und Gehälter vergessen. Im Mittelstand ist Personalzeit fast immer der größte Posten, auch die der Geschäftsführung.
  • Leads, Termine oder Angebote als Kunden zählen. In den Nenner gehört nur, wer zum ersten Mal einen Auftrag unterschrieben hat.
  • Die Zeitverzögerung ignorieren. Bei Verkaufszyklen von mehreren Monaten stehen die Kosten eines Quartals den Kunden eines anderen gegenüber. Gleitend über zwölf Monate rechnen.
  • Folgeaufträge in den CAC mischen. Ein zweiter Auftrag senkt nicht den CAC, er erhöht den Kundenwert. Beides getrennt halten.
  • Nur den Gesamt-CAC betrachten. Erst der CAC je Kanal zeigt, wo Geld versickert und wo es sich lohnt, mehr zu investieren.
  • Umsatz mit Deckungsbeitrag verwechseln. Ein Verhältnis von 3:1 auf Umsatzbasis ist bei 30 % Deckungsbeitrag ein Verlustgeschäft.
  • Branchenwerte aus Blogs übernehmen. Ohne zu wissen, wie dort gerechnet wurde, vergleichst du Zahlen, die nicht vergleichbar sind. Rechne mit deinen eigenen Werten; die Formel ist dieselbe.

Fazit

Berechne deinen CAC einmal im Quartal, mit allen Personalkosten und nur mit erstmals zahlenden Kunden, und zusätzlich je Kanal. Setz ihn ins Verhältnis zum Deckungsbeitrag je Kunde: Liegt es deutlich unter 3:1, ändere etwas am Zielkunden, am Anlass oder am Gespräch, bevor du mehr Geld in denselben Kanal gibst. Rechne außerdem eine Stufe früher aus, was ein qualifiziertes Erstgespräch bei dir kosten darf; mit dieser einen Zahl misst du einen eigenen Mitarbeiter, eine Messe und ein externes System am selben Maßstab. Wenn du wissen willst, wie die Ansprache deiner Zielkunden aussähe und welche 20 Unternehmen gerade einen Anlass haben: Der Erstgespräch-Check dauert 30 Minuten und ist kostenlos.

Häufige Fragen

Was ist ein guter Customer Acquisition Cost im B2B?

Einen Branchenwert, der für alle gilt, gibt es nicht. Bewerte den CAC im Verhältnis zum Deckungsbeitrag, den ein Kunde über die gesamte Geschäftsbeziehung bringt. HubSpot nennt 3:1 als Zielwert und empfiehlt, die Akquisekosten innerhalb eines Jahres wieder einzuspielen. Bei 7.500 € CAC bräuchtest du also rund 22.500 € Deckungsbeitrag je Kunde, nicht Umsatz.

Zählen Gehälter in die Customer Acquisition Cost?

Ja. Gehälter von Vertrieb und Marketing gehören anteilig in den CAC, samt Arbeitgeberanteilen, Provisionen, Auto und Werkzeugen. Arbeitet eine Person auch für Bestandskunden, schätzt du den Zeitanteil für Neukunden und schreibst die Annahme auf. Im Mittelstand ist Personalzeit meist der größte Posten, auch die Zeit der Geschäftsführung in Erstgesprächen und Angeboten.

Was kostet ein Lead im B2B?

Das hängt davon ab, was du Lead nennst. Eine heruntergeladene Checkliste, eine Visitenkarte von der Messe und ein wahrgenommenes Erstgespräch mit einem Entscheider kosten völlig verschieden. Rechne rückwärts: Aus Auftragswert, Abschlussquote und Deckungsbeitrag ergibt sich, was ein qualifiziertes Erstgespräch kosten darf. Mit den Startwerten des Rechners auf saleswise.io sind das rund 1.670 €.

Wie berechnest du den CAC bei langen Verkaufszyklen?

Rechne gleitend über zwölf Monate statt je Quartal, damit Kosten und Kunden aus derselben Phase stammen. Zähle einen Kunden in dem Monat, in dem der erste Auftrag unterschrieben ist, und ordne ihm die Kosten des Kanals zu, über den der Erstkontakt entstand. So springt der CAC nicht mit jedem großen Auftrag hin und her.

Wie oft solltest du den CAC berechnen?

Einmal im Quartal reicht, wenn du dabei je Kanal rechnest und die Annahmen gleich lässt. Wichtiger als die Häufigkeit ist die Vergleichbarkeit: dieselbe Kostenabgrenzung, dieselbe Definition von Neukunde, derselbe Zeitraum. Ändert sich ein Kanal stark, etwa durch eine Messe oder einen Piloten mit einem externen Anbieter, rechne diesen Kanal zusätzlich separat aus.

Quellen und Stand

  1. HubSpot: Confused about customer acquisition cost? I asked experts about CAC to help (Ashley Valadez)Stand: Oktober 2025
  2. DIHK-Konjunkturumfrage Frühsommer 2026: Deutsche Wirtschaft steckt in einer DoppelkriseStand: Mai 2026
  3. Stepstone Gehaltsdaten: Außendienstmitarbeiter/in in DeutschlandStand: Oktober 2026

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